Die Finanzkrise ist vorüber, so zumindest der Tenor der Analysten im in den letzten Monaten. Doch am Himmel der stetig steigenden Kurse scheinen schon wieder dunkle Wolken aufzuziehen, die amerikanischen Hilfsprogramme laufen aus und vielen Hausbesitzern droht erneut das Aus.
Dadurch würden die Immobilienpreise wieder fallen und die Wirtschaft aufgrund des ausbleibenden Konsums und des erneut verlorenen Vertrauens in die nächste Abwärtsspirale gezogen.
Wie soll ein strategisch denkender junger Mensch nun an seine Altersvorsorge gehen? Lohnt es sich überhaupt, in eine Lebensversicherung oder in Fonds zu investieren, wenn Experten steigende Volatilität an den Aktien- und Immobilienmärkten voraussehen? Ist das Geld überhaupt verfügbar, wenn man es braucht, oder muss man im schlimmsten Fall einige Jahre warten, bis sich die Kurse erholt haben und solange in Armut leben? Soll man sein Geld nicht lieber beim
Spielautomat online spielen verschwenden und auf staatliche Unterstützung hoffen?
Die Lösung könnten sogenannte Garantieprodukte darstellen, die in der letzten Zeit auf den Markt gekommen sind. Da Verbraucher prinzipiell die Volatilität scheuen, werden Produkte auf den Markt gebracht, die eine garantierte jährliche Verzinsung bieten. Also ist Altersvorsorge doch kein
Casino Spiel mehr?
Die Antwort ist einfach, solche Garantieprodukte haben einen entscheidenden Nachteil: Performance. Im Gegensatz zu klassischen Fonds sind sie zwar weniger Volatil, die Performance ist aber schlechter, da die Anbieter die Sicherheit ‚erkaufen’ müssen, was sich negativ auf die Gewinne der Finanzdienstleistung auswirkt.
Der Ausweg für den mündigen Verbraucher ist eine Kombination aus verschiedenen Anlagearten mit verschiedenen Auszahlungsmodalitäten. Ein sicherer Fonds (Garantiefonds) sollte zum Rentenbegin auslaufen, damit genügend Geld für die Abbezahlung einer Immobilie oder schlicht und ergreifend für Konsum da ist. Aggressivere Produkte sollten flexibel gehandhabt werden, d.h. eine Auszahlung erfolgt dann, wenn der Markt hoch bewertet ist und sich eine Blase zu bilden droht. Der Kauf erfolgt, wenn Zeitungen vom Weltuntergang berichten. Solche eine Vorgehensweise ist natürlich nicht einfach zu bewerkstelligen und es können Fehler passieren. Das Kapital sollte mit mittelfristigem Horizont angelegt werden, damit zumindest ein Teil des Geldes verfügbar ist, wenn es benötigt wird.
Eine andere beliebte Form ist die Konservativ / Spekulativ Strategie. Der Großteil des Vermögens wird konservativ mit festen Zinssätzen angelegt, ein kleiner von maximal fünf Prozent wird zum Spekulieren mit aggressiven Instrumenten verwendet. Dabei sind Forex und CFD’s die beliebtesten Instrumente. Dies kommt für den spekulativen Teil natürlich einem Casino Spiel gleich, auf der anderen Seite führen Gewinne zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtperformance. Ein Verlust verschlechtert die Gesamtperformance hingegen nur marginal, da es sich nur um einen kleinen Teil des Vermögens handelt. Bei einer solchen Vorgehensweise sollte man jedoch darauf achten, auch den spekulativen Teil breiter zu streuen, damit ein einzelner Verlust nicht das Ende der spekulativen Anlage bedeutet. Ist zur Diversifikation nicht genügend Kapital vorhanden, sollte auf die spekulative Komponente völlig verzichtet werden.